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Der Zauber Formenteras

von Alexander Eichler (05.04.1999)





Wenn ich an Formentera denke, geht mir immer so manches durch den Kopf. Zum Beispiel, wie die Insel vor dem Tourismus ausgesehen haben muß. Die Bucht von Pujols ohne Hotels, flankiert nur von einigen Bootsschuppen. Welch ein Paradies muß das früher gewesen sein. Ja, früher. Früher war alles viel früher. Man kennt das ja. Dieses und jenes Hotel gab es noch nicht, die Straße da vorne war noch nicht asphaltiert, es gab noch keine großen Autofähren, demzufolge kaum Autos, aber viele Radfahrer und viel weniger Touristen natürlich, usw., usw.

Trotz aller Nachteile, die der expandierende Tourismus so mit sich bringt, gelingt es der Insel immer wieder, eine gewisse Spezies von Menschen in ihren Bann zu ziehen. Wie macht sie das nur? Was hat sie, was andere Inseln nicht haben? Man könnte jetzt eine Latte von mehr oder weniger triftigen Gründen auflisten, letztlich bleibt alles Spekulation. Ich glaube, diese Art von Seelenverwandtschaft, die viele von uns mit Formentera - und auch untereinander - verbindet, ist ein ganz spezielles Geheimnis dieser Insel. Wüßte man es, würde man versuchen, irgendwie daran herumzumanipulieren. Das wäre das Ende von dem Formentera, wie wir es lieben. Die Insel wäre nur noch eine von vielen, nicht mehr und nicht weniger. Deshalb hoffe ich, daß sie ihr Geheimnis noch möglichst lange bewahren wird, damit Menschen wie Du und ich dort glücklich und zufrieden sind.

 
 

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