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Marvin Joshua, das "Fonda-Baby"

von Rene (08.04.1999)





Tja, angefangen hat eigentlich alles mit unserer (hach wie romatisch) Hochzeitsreise 1995. Da waren wir, Tina und ich, das erste Mal auf Formentera. Freunde hatten uns zur Hochzeit einen individuellen Reiseführer zusammengestellt, der, handgeschrieben und in gebundener Form, treuer Begleiter unseres einwöchigen Honeymoons war. Unter anderem war natürlich auch ein Besuch in der Fonda vorgeschlagen. So war es dann auch. Natürlich irgendwann am Mittag, nachdem wir schon einiges gesehen und erlebt hatten, schlugen wir in der Fonda ein. Im großen und ganzen war unser erster Eindruck: Tja, und jetzt? Ein leerer Raum, von dem alle Menschen, die wir gesprochen hatten, so schwärmerisch erzählten, sollte die umwerfende Fonda sein? Tja, und dann passierten ein paar Dinge, die (tatsächlich) unser Leben umkrempeln sollten.

Ich, der eigentlich noch nie etwas mit kleinen Kindern am Hut hatte, war davon am extremsten betroffen (positiv, wohlgemerkt). Nachdem wir also geraume Zeit in der Fonda saßen, gesellte sich ein dänisches Pärchen mit in diesen Raum. Zwei Babys hatten sie dabei, die sich augenscheinlich recht wohl fühlten, da sie die ganze Zeit zufrieden über den Boden krabbelten. Irgendwann war dann der Zeitpunkt gekommen, an dem die vier weiterziehen wollten. Der Mann zahlte, die Frau sah sich recht entschlossen in der Fonda um, schaute mich an und schwuppdiwupp hatte ich eines der kleinen Dinger auf meinem Schoß sitzen, während die junge Dame sich um das andere Baby kümmerte. Ich hatte, s. o., noch nie so direkten Kontakt mit Babys. Sicherlich, ich hatte schon mal Babys gesehen, fand sie auch ab und zu ganz drollig, aber so richtig eigentlich noch nicht. Und dann passierte etwas ganz Seltsames: Die ca. vier Monate alte Dame lehnte ihren Kopf gegen meine Schulter, was wohl auch ein Zeichen des Wohlbefindens war, und brabbelte mich so von der Seite an.

Das Seltsame aber war das, was mit mir passierte: Dieses kleine Ding strahlte eine Wärme aus, die mich extrem beeindruckte, weil ich so etwas ja noch nie erlebt hatte, jedenfalls noch nicht so intensiv. Tina bekam das mit und strahlte mich mir ihrem breitesten Grinsen an und fragte mich, wie ich denn das so finden würde. Direkt antworten konnte ich darauf nicht, nur als die vier dänischen Fonda-Genossen verschwanden, kam dann meine Reaktion auf die Frage.

Resultat dieser Reaktion ist Marvin Joshua, der mittlerweile (den Urlaub ab nächster Woche mitgerechnet) auch schon dreimal auf Formentera war. Tja, so kann es gehen. Und von daher gesehen hat die Fonda Pepe bei uns einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen.

 
 

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