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Formentera - Lebenshilfe und Wegbegleiter

von Kerstin (03.08.1999)





Wenn ich über Formi berichten soll, wird mir immer ganz warm ums Herz, außerdem werde ich trübsinnig, weil ich nicht dort bin. Vor 19 Jahren betrat ich mit meinen Eltern zum ersten Mal dieses Eiland, und seitdem sind wir alle in der Familie (mittlerweile 12 Pers.) von diesem Virus befallen, der uns immer wieder dorthin zieht. Damals war ich 17, und daher hat mich die Insel mein halbes Leben schon begleitet. Und daran wird sich hoffentlich nie was ändern.

1993 hat mich Formi aus einem echten Tief gerettet. Der Mann, den ich eigentlich heiraten wollte, hat sich kurzfristig von mir getrennt. Völlig daneben kam ich auf Formi an. Alle hatten gute Laune, viele waren frisch verliebt und ich saß als Trauerkloß dazwischen. Zwei Wochen wollte ich bleiben und eigentlich hatte ich schon nach zwei Tagen die Nase voll von der Insel. Einen Abend ging ich dann allein zum Strand. Totenstille, nur das Rauschen des Meeres war zu hören. Da saß ich nun da, heulte mir die Augen aus. Auf einmal dachte ich mir, was machst Du hier eigentlich. Du sitzt am Strand, auf der schönsten Insel und bläst Trübsal. Und das alles wegen einem blöden Kerl, der Dich nicht wollte. Ich schaute in den Himmel, sah das Leuchten der Sterne, hörte das Rauschen des Meeres und alles schien zu jubeln. Ob Ihr es glaubt oder nicht, ab dem nächsten Tag habe ich einen wunderschönen Urlaub verbracht. Und zwei Tage später habe ich zu Hause meinen jetzigen Ehemann kennengelernt. Den ich natürlich erst geheiratet habe, nachdem er mit auf Formi war und sich genauso in die Insel verliebt hat wie ich. Natürlich haben wir auch letztes Jahr unsere Hochzeitsreise auf Formi verbracht, denn ich weiß genau, wäre ich damals nicht nach Formi gefahren, hätte ich meinen Mann niemals kennengelernt.

Fazit: Formentera ist mein Wegbegleiter durch gute und schlechte Zeiten

 
 

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