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Das Match

von Udo (23.01.2000)





Eigentlich war es ein ganz normaler Sonnentag auf Fermins Baumstamm. Ich hatte gerade mein letztes Buch "gefressen" und wartete auf meine Amigos fuer eine Boccia-Partie. Sie trudelten dann auch am frühen Nachmittag - für Manni (Pepito) und Stefan war das eher später Vormittag - ein. Wenig spaeter gesellten sich dann noch Victor (Angelot) und ein Zwei-Meter-Hüne aus Österreich dazu. Nachdem wir so einige Runden gespielt hatten, wobei sich jeder eine Flasche Wein ans Bein binden durfte (weil er verloren hatte), ging es anschliessend daran, die Gewinne zu versaufen. Nach der dritten Flasche Wein kam Stefan auf die Idee, durch ein Tennismatch die Besten herauszufinden. Schnell wurde das geplante Match zum Strandgespraech. Die Wetteinsaetze hatten bald 15.000 Pts. erreicht.

Victor hatte sich den Austria-Hünen als Doppelpartner ausgesucht, während (kann schneller reden als denken) Stefan verzweifelt herumfragte, wer schon mal ein Tennis-Racket in der Hand hatte. Ich habe schon vehement abgewunken, bevor mich sein Dackelblick fixiert hatte.
(Den Quatsch habe ich schon mal auf Ibiza während der Siesta-Zeit gemacht. Ein befreundeter Arzt erklaerte mir spaeter, wenn man bei 35 Grad im Schatten anfängt zu frieren, bedeutet das Hitzschlag und Kollaps). Für Stefan wurde es langsam eng, da das Spiel noch am gleichen Nachmittag stattfinden sollte. Er hat dann doch noch einen Partner gefunden, dessen eingefasste Glasbausteine auf der Nase mich etwas zum Grübeln brachten. Um nicht als Spielverderber zu gelten, hatte ich mich dann als Punktrichter zur Verfügung gestellt.

Um 15.00 Uhr war das Treffen, auf dem Tennisplatz etwas außerhalb von San Ferran. Ich Trollo hatte im Überschwang der Promille versprochen, fuer gekühlte Getränke zu sorgen und nicht daran gedacht, dass die anwesende Fangemeinde fast an das Limit eines Traveller-Schecks stiess. - Was soll's. - Stefans Taktik war dann so gut, dass das Match mit folgendem Ergebnis beendet wurde: 6:1, 6:3 für das Team aus Spanien/Österreich. Erklärungen hatte er anschließend reichlich, Schuld waren alle möglichen widrigen Umstände. Zum Schluss rief er zwecks moralischer Aufbauung seine Oma an. Omas sind doch was Feines!

 
 

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