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Warum ich Pujols so sehr mag

von Uwe (30.09.1998)





Die Flaniermeile von Es Pujols.

Bei meinem ersten Formentera-Aufenthalt, im Juni 1989, kam ich nachmittags auf der Insel an. Trotzdem wollte ich mich noch ein wenig umsehen und mietete mir kurz nach der Ankunft ein Mofa. Alles schien gleich vertraut, ich war selig.

Ausgerechnet in Es Pujols ging dann der Sprit zur Neige. Blöde Gschicht', denn es war bereits dunkel, und nach Einbruch der Dunkelheit schloß schon damals die (seinerzeit) einzige Tankstelle, und auch die Möglichkeit des Tankens am Münzautomaten gab's vor einem knappen Jahrzehnt noch nicht. Ergo marschierte ich einigermaßen verzweifelt in einen Zweiradverleih am Ortsausgang von Pujols. Es kamen einige Faktoren zusammen: Ich war müde, mit der spanischen Währung noch nicht so recht vertraut, und ein wenig formenteraduselig, gutgläubig. Nun, der Senor war so gut und verkaufte mir nach gutem Zureden ein paar Liter, und meine vorgefertigte Meinung über die freundlichen und hilfsbereiten Insulaner bestätigte sich. Gerettet! Glücklich, doch noch ein paar Schluck Sprit ergattert zu haben, tuckerte ich Richtung La Sabina und fiel nach einem langen Anreisetag erschöpft in die Federn. Beim nächsten Tankstop abends darauf wurde mir das Ausmaß des Beschisses dann richtig bewußt: Der Liter hatte drei Mark gekostet...

P.S. Der Zweiradhändler, es handelt sich - gelobt sei das Medium Internet - um den letzten auf der rechten Seite, Ortsausfahrt Pujols, Richtung San Fernando, zählt noch heute nicht zu meinen besten Freunden. Es ist halt doch nicht alles gut auf Formentera ("Augen auf beim Erdbeerkauf!").

 
 

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