DIARIO (12.08.2011): +++ S.O.S Posidonia !!!! +++

Neuigkeiten von und über Formentera

Beitragvon peterdiehlformentera » 15.09.2011, 21:24

Bild

foto: paco mayans via rip posidonia formentera / facebook
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Beitragvon akkku » 21.09.2011, 5:34

+++ INSELREGIERUNG UND NATURSCHUTZ +++

Der Geschäftsführer der Meereschutzorganisation Oceana Xacvier Pastor und die Vizepräsidentin Formentears und Umwelträtin Silvia Tur, als Vertreterin der Inselregierung wollen gemeinsam Front gegen die Zerstörung der Posidonia machen.

Pastor legte dafür eine Anzeige vor, die diese Woche bei der Europäischen Kommission eingereicht wurde und die auflistet, wie die Neptungraswiesen durch Anker, Ö- und Treibstoffleinleitungen und Schmutzwasser der Yachten zerstört wird.

Tur erinnerte daran, dass das Posidoniaproblem nicht nur Forentera betrifft, sondern die gesamten Balearen und an deshalb direkte Antworten von der Balearenregierung erwartet, wie der Schutz der Meerespflanze in Zukunft gewährleistet werden solle und sich so ein Debakel wie in diesem Jahr 2012 nicht wiederholt.

+++ ERNÜCHTERNDER POLIZEIBERICHT +++

Die Inselregierung hat den Bericht der Guardia Civil Tauchereinheit vorgelegt bekommen. Diese hatte im August und September verschieden Boote an ihren Ankerplätzen untersucht. Der Bericht macht deutlich, dass die spanische und europäische Gesetzgebeung wohl nicht ausreicht um die Bootseigner zu belangen. Daß viele der Schiffe außerdem unter nicht-europäischen Flaggen fahren, erschwere eine evtl. Strafverfolgung zusätzlich.

+++ FAXEN DICKE? +++

Die Inselregierung will schärfer Maßnahmen gegen die Umweltzerstörer. Nachdem die neuen Schadensbilder, die die „Phoenix 2“ angerichtet hat, wie ein Paukenschlag bei Insel- und Balearenregierung eingeschlagen sind, will man im Rathaus jetzt an die Gerichte herantreten und sondieren, ob die Schäden nicht als Vergehen gegen die Umwelt gewertet werden können.

+++ ZUWENIG PERSONAL +++

Formenteras inselregierung beklagt, dass im Augenblick die Überwachung der "Ankersünder" mehr als lückenhaft sei. Gerade mal 2 Schlauchboote müssten alle Yachten überwachen, wobei diese Tätigkeit von den Angestellten des Umweltministeriums noch zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft auszuführen sei.

+++ BÜRGERBEGEHREN +++

Ca 100 Teilnehmer haben auf der von der RIP organisierten Fahraddemo gegen die Zerstörung der Posidonia protestiert. Um 11 Uhr radelten alle von San Francisco in Richtung La Savina um den Unmut der Formenterenser Bürger gegen die Umweltfrevler zu zeigen. Inselpräsident Ferrer verabschiedete die Protestradler auf dem Krchplatz.

Den ersten Stop legte man am Hafenturm ein, wo die Teinehmer Infoblätter an die Schiffseigner und –besatzungen verteilten um über die Problematik aufzuklären. Danach ging es weiter über dem alten Salzweg am Sa Sequi vorbei nach Es Trocadors „Lands End“. Auch hier wurden Infos an Schiffsbesitzer und Badende verteilt. Am Ende der Demo wurde ein großes Plakat enthült auf dem zu lesen stand. „Wenn Du Formentera liebst, dann rette die Posidonia“.

Foto Demo

Bildergalerie im Diario zur Demo


+++ DER KAMPF GEHT WEITER +++

Weiterhin soll es montags um 21.00 die Vollversamlungen der RIP auf dem Rathausplatz geben um das Bewusstsein der Bürger und Besucher über die Posidonia zu schärfen.

(Quellen: Diario de Ibiza / Ultima Hora de Ibiza y Formentera KW 37/38)

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Beitragvon akkku » 12.11.2011, 22:31

+++ ÖKO-BOJEN +++

Das „neue“ Öko-Bojenprojekt zum Schutz der Posidonia nimmt Gestalt an. 172 Yachtankerplätze entlang des Cavall d`den Borras über den Illetas bis hoch zum Es Trucadors („Land´s End“) über sandigen Grund sind vorgesehen.

Je nach Schiffslänge müssten Eigner dann zwischen 5 und 361 Euro in der Hochsaison zahlen. 67 orangene Bojen werden für Schiff bis 8 m Länge, 70 weiße für Yachten bis 15 m und 24 gelbe für Schiffe bis 25 m, 9 grüne bis 35 m und 2 rote bis 40 m. Alle Bojen befinden sich außerhalb des 200m Schwimmbereichs vor den Stränden.

Die Gesamtkosten betragen ca 1 Mio Euro, was sich in 10 Jahren amortisieren soll. Die jährlichen laufenden Kosten werden 220.000 Euro betragen. Mit den Anlegegebühren sollen jährlich 365.000 Euro eingenommen werden. Insgesamt wird es 3 gestaffelte Preissaisons geben. Außerdem wird der Strafenkatalog, den Schiffe zahlen müssen, wenn sie nicht an den Ökobojen ankern grade überarbeitet.

Überwacht werden soll das Ganze von Angestellten der Inselregierung. Zwei in der Neben- vier in der Hauptpension. Für die Überwachung wird ein mindestens 5 m Motorboot voll ausgestattet mit GPS (dass auch automatisch anzeigt, wenn man die genehmigten Ankerzonen verlässt) , Digitalkameras, Mobiltelefonen und Laptop.
Jährlich neu werden die Verträge mit den Firmen ausgehandelt, die per Taucher die Unversehrtheit der Posidoniawiesen und die Wasserqualität für die Badenden überwachen. Außerdem werden 2 Angestellte die telefonische Reservierungshotline und die Internetwebsite betreiben.

(Quelle: Diario de Ibiza / Ultima Hora de Ibiza y Formentera 10.-12.11.2011)

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Beitragvon guenther » 12.11.2011, 23:28

hoffentlich klappt das auch so wie angedacht.

aber wenn erst mal die ölsuchbohrungen vor der festlandküste anfangen und dabei oder anschließend bei der förderung ein klitzekleiner fehler gemacht wird, dann können sie die ganze aktion in der pfeife rauchen. denn dagegen ist das ein bisschen mit einem anker rumkratzen ein witz.

ich denk da nur an http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz
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Beitragvon akkku » 24.11.2011, 23:40

+++ ABLEHNUNG +++

Das (PP)-Umweltministerium der Balearen hat gestern eine Eingabe der Sozialisten für die Einrichtung von Ökobojen vor Formentera und eine Überwachung derselben um die Posidonia-Wiesen zu schützen, abgelehnt. Ein Abgeordneter der Sozialisten sagte, dass es äußerst wichtig sei, dass die Bojen eben schon zu Beginn der Saison installiert würden und sich die Regierung darum nicht kümmern würde.

Eine PP Abgeordnete warf den Sozialisten vor, dass die Schäden an den Neptungraswiesen schon viel älter seien und es unverantwortlich sei künstlich Alarm zu schlagen. Das ganze sei ja auch kein Balearenweites-Problem und schon gar kein schwerwiegendes, schließlich gebe es ja noch 1000 qkm an Seegraswiesen.

Die PP-Abgeordnete beschuldigte die vorherige sozialistische Regierung das Problem verursacht zu haben. Schließlich habe man mitten im Sommer die Regierung übernommen und da hätte die Saison ja schon längst begonnen gehabt, ohne dass die Vorgängerregierung die Bojen installiert habe. Das sei alles nur Neid und Frust über die verlorene Wahl.

(Quelle: Diario de Ibiza 24.11.2011)

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Beitragvon akkku » 19.12.2011, 7:53

+++ ANKERPLÄTZE +++

Der balearische Umweltminister Company gab bekannt, dass es nächstes Jahr wieder Ankerbojen im Norden Formenteras geben wird. Der Normalzustand im Salinen-Naturpark müsse wieder hergestellt werden. Wieviel es ganau werden ließ er offen. 30 mehr oder weniger würden an der Situation selbst ja nichts ändern. . Die Formenterenser müssten eben klar sagen, wie viele Schiffe sie gerne hätten und wann Schluß sei. Wenn man nur 300 Schiffe wolle, ok, er würde auf die Inselbevölkerung hören.

+++ KEINE ANZEIGE GEGEN UMWELTFREVLER +++

Das Umweltministerium der Balearen hat keinen Strafantrag gegen die Turama gestellt. Obwohl die massiven Schäden (die mit Abstand größten dieses Sommers), die die Turama an den Posidoniawiesen angerichtet hatte sogar per Video dokumentiert sind, hieß es aus dem Ministerium, es läge keine Anzeige vor und deswegen seien auch keine Ermittlungen aufgenommen worden.

Im Augenblick laufen 17 Ermittlungen gegen Yachteigner, die illegal vor über Neptungrasflächen Formentera geankert hatten. Keine davon aber vergleichbar mit einem Schiff von der Größe der Turama. Die Juristen des Ministeriums hätten die Anzeigen der Parkwächter abgearbeitet. Gegen die Turama sei keine eingereicht worden.

Der Umweltminister der Balearen Company selbst gab an, dass er nicht wisse, ob noch eine offene Anzeige gegen die Turama vorliege und „überhaupt werden die Dinge ja manchmal durch die Presse etwas aufgebauscht und vom juristischen Standpunkt aus, sei alles gar nicht so wild.“ Aber wegen möglicher Anzeigen gegen die Turama „habe er nun wirklich keine Idee.“

Die vorgesehnen Strafzahlungen wegen verbotenen Ankerwurfs reichen von 100 Euro für leichte bis 450.000 Euro für sehr schwere Verstösse. Mittlerweile gab die Umwelbehörde Ibizas bekannt, dass sie noch laufende Untersuchungen gegen die Turama und eine andere Großyacht, die Phoenix 2, betreibt. Diese beruhen auf Anzeigen der Grup d´Estudis de la Naturalesa (GEN).

(Quelle: Diario de Ibiza 19.Dez 2012)

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Geee...da scheint man ja wirklich und eindeutig den Bock zum Gärtner gemacht zu haben
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Beitragvon akkku » 04.01.2012, 22:37

Hab mir erst überlegt, ob ich dafür einen neuen Thread eröffnen soll, aber irgendwie hängt es ja alles zusammen:

+++ DAS RÄTSEL DER SCHIFFE VON FORMENTERA +++

Was klingt wie ein neuer Inselkrimi von Niklaus Schmid ist die Überschrift des Diario zu einem recht unappetitlichen Thema: Es ist nämlich aufgefallen, dass von den 60.000 Schiffen (in Worten sechzigtausend) die jedes Jahr zwischen Ibiza und Formentera hin- und herdüsen nur 300 (!!!) (in Worten dreihundert) ihre Fäkal- und anderen Abwässer ordnungsgemäß in den Häfen entsorgen. Alle anderen lassen die Plörre einfach direkt ins Meer ab und kümmern sich nicht weiter drum.

Auf den Pitiusen existieren 10 „Häfen“ davon 6 Yachthäfen, 3 reguläre Häfen und 2 Yachtclubs mit zusammen knapp 3000 Liegeplätzen. Jeder der Liegeplätze hat ungefähr 20 Schiffe und Yachten pro Jahr, was zu der erstaunlichen Zahl von 60.000 führt. Davon haben aber nur 300 überhaupt in den Häfen nachgefragt, wie sie ihre Abwässer entsorgen können. Das Unschöne daran: Die Schiffsbesitzer handeln noch nicht einmal illegal, denn erstens gibt es in vielen der Häfen überhaupt nicht die erforderlichen Einrichtungen zum Abpumpen der Abwässer und zweitens erlaubt die spanische Gesetzgebung das Einleiten von Fäkalien ins Meer solange man sich 12 Seemeilen von der Küste entfernt mit mehr als 4 Knoten Geschwindigkeit befindet.

Auf Formentera verfügt der Yachthafen Formentera Mar mit seinen 90 Ankerplätzen (jeweils ca 40 Schiffe pro Jahr) z.B. über Einrichtungen zum Absaugen von ölhaltigen Wasser und zur Abnahme von Batterien, Plastik und anderen verschmutzen Abfällen aber nicht für das Abpumpen von Fäkalien und Bilgenwasser. Nach Auskunft von Formentera Mar sei man auch nicht verpflichtet dazu, da der Hafen vor Inkrafttreten des Gesetztes, dass solche Installation vorschreibt, gebaut worden sei. Es werde auch nie danach von Schiffseignern gefragt. Der Betreiber Marina Formentera dagegen verfügt über sämtliche erforderlichen Vorrichtungen zum Abpumpen von allen Abwässern. Laut Marina Formentera wird der Service sogar mehr als in jedem anderen Hafen der Pitiusen nachgefragt. Ca 3 Fäkalabpumpungen pro Tag würden im Sommer durchgeführt.

Alle Hafenbetreiber geben zu, dass im Vergleich zur Schiffsanzahl die Inanspruchnahme des Services nur sehr gering sei und nur die sensibilisiertesten Schiffseigener danach fragen würden. Gerade diese Sensibilisierung würde aber vielen Yachtbesitzer, die vor den Pitiusen cruisen fehlen.

+++ ENTSORGUNG +++

Die Hafenbehörde der Balearen gab zu Bedenken, dass die Yachthäfen dazu verpflichtet seien Fäkalien, Ölabwässer und „festen“ Abfall (Plastik etc.) der Schiffe, die in ihnen ankern entegenzunehmen. Allerdings ist die Vorschrift so schwammig abgefasst, dass es Auslegungssache bleibt, in welcher Form oder ob überhaupt der Service angeboten wird. So müsse der Hafen den Service nur formal anbieten, könne ihn an eine Spezialfirma z.B. Retratoil, ABH, Servmar oder Herbusa outsourcen, die aber nie in Erscheinung treten müsse um den Service wirklich durchzuführen.

+++ FÄHRSCHIFFE +++

Bei größeren Kreuzfahrtsschiffen lässt sich nicht genau sagen, ob sie ihre Fäkalien nicht doch in irgendeinem Hafen auf ihrer Reise ordnungsgemäß entsorgen, aber bei den Fährschiffen, die jährlich 1,2 Mio Passagiere zwischen Ibiza und Formentera hin- und herjetten und die eigentlich gezwungen sind ihre Abwässer entweder in Ibiza oder Formentera zu entsorgen, erstaunt schon, dass z.B. Balearia und Mediterránea Pitiusa und Trasmapi zwar über Retraoil- bzw. Servmar-Verträge zum Abpumpen von ölhaltigem Wasser verfügen, keine dieser Firmen aber die Fäkalien abpumpt.

+++ „BESCHISSENE“ BESCHWICHTIGUNG +++

Der Geschäftsmann und ehemalige Vertreter für den nautischen Sektor in der Handelskammer Ibizas/ Formenteras Mariano Torres nennt die Meldungen über den schlechten Zustand der posidonia übertrieben. Der „Pflanze ginge es gar nicht so schlecht2 und „plötzlich seien alle über die Abwässer der Yachten besorgt“ er könne zweifelsohne versichern, dass niemand im Salinen-naturpark seine Schiffsabwässer verklappen würde, oder habe jemand denn etwa schwimmen Exkremente im Meer gesehen?“ „90% der Yachttagestouristen Formenteras würden zum Illetas fahren und ihre Geschäfte brav auf der Yacht machen.“ „Diejenigen, die jetzt Alarm schlagen würden über den Zustand des Meeresbodens seien einfach Leute, die keine Ahnung häten was ein Schiff ist.“ „Hinter allem würden doch nur geschäftliche Inetressen der Bojenbetreiber stehen, denn schließlich sei es ein einträgliches Geschäftsmodell Yachtbesitzer einen Zwangsliegeplatz anzubieten und diese Liegeplätze zu unterhalten“ „Man müsse sich entscheiden: Qualitätstourismus oder Posidoniaschutz“.

+++ KILLERALGE +++

Meeresbiologen warnen vor der wachsenden Verbreitung von schädlichen Algen vor Formentera, die unter ihrem tödlichen Teppich des alles erstickenden Grauens z.B. die Posidoniapflanzen zerstören. Die Schadalgen finden Nährstoffe in den illegalen Schmutzwassereinleitungen der Schiffe. Teils sei zu beobachten, dass sie da am besten gedeihen, wo sich viele Yachten ansammeln. In den letzten Jahren hat sich das Ausbreiten der Killeralge beschleunigt, weil immer mehr Schiffe zwischen Ibiza und Formentera kreuzen und vor Formentera ankern. Die Algen breiten sich dann auf dem Meeresboden aus und bedecken die restliche Meeresfauna, so dass alle anderen Pflanzen absterben, weil die Fotosynthese nicht mehr durchgeführt werden kann. Zuerst waren Meeresbiologen (darunter auch Manu San Felix) davon ausgegangen, dass das verstärkte Wachstum der Algen auf die unterseeischen Abwasser- und Klärrohre zurückzuführen sei, jetzt aber haben Studien gezeigt, dass im es Freus die Yachtscheiße der Hauptgrund ist.

Aber nicht nur dort wo große Yachtankerplätze liegen, gedeiht die Alge, auch an Stellen, an denen man es eigentlich nicht vermutet hätte, wächst sie prächtig. So z.B, zwischen Espalmador und Espardell. Experten vermuten jetzt, dass auch die Formenterenser Fährschiffe ihre ungeklärten Abwässer direkt ins Meer leiten. Denn erstaunlicherweise konnte keine Firma ausfindig gemacht werden, die dafür zuständig ist die Abwässer der Reedereien auf Ibiza oder Formentera ordnungsgemäß zu entsorgen. Von diesen werden durch Spezialfirmen nur ölhaltige Abwässer, nicht aber Fäkalien abgepumpt. Auch die Hafenbehörde gab an, dass man vertraglich mit keiner Firma verbunden sei, die Yachtabwasser abpumpt es gebe allerdings eine autorisierte, die kleiner Abpumpprozesse durchführe. Er gab zu bedenken, dass die ölhaltigen Abwässer sowieso schädlicher seien, da die anderen ja schließlich zumiondest „biologisch abbaubar“ seien.

http://fotos00.diariodeibiza.es/fotos/noticias/646x260/2011-12-21_IMG_2011-12-21_22:25:37_8.jpg

++++ BOJEN BESSER +++

Die Meeresschutzorganistaion Oceana hat am Bojen-Projekt-Entwurf einige Verbesserungsvorwschläge angemerkt. So wolle man, dass das Einleiten von „organischen und/oder gefährlichen Substanzen“ von Yachten als illegal eingestuft wird. Oceana erinnerte noch einmal daran, dass gerade die Posidonia extremst sensibel auf Trübung des Wassers reagiere. Man verlabnge eine strenge Kontrolle der dort ankernden Schiffe und harte Bestrafung von Tätern.

+++ BOJEN FRÜHER +++

Das Fischereiministerium der Balearen will nicht, dass die Bojen erst im Mai installiert werden. Denn auch von januar bis Mai würden schon einige – wenn auch wenige- Yachten dort ankern. Somit käme eine Nichtinstallation zu dieser Jahreszeit einer vorsätzlichen Zerstörung der Posidonia dort gleich. Auch Oceana setzt sich dafür ein, dass zumindest einige Bojen im Winter installiert bleiben.

+++ KEINE BOJEN ¿+++

Formenteras Inselregierung sieht schwarz für die Installation von Anker-Bojen an den nördlichen Stränden Formenteras für den Sommer 2012. Grund sei die mangelnde Kooperation der Balearenregierung. Besonders schwere Vorwürfe richtete Formenteras Umweltdezernentin Silvia Tur an den Balearenumweltminister Gabriel Compnay, der „unter dem Druck der Yachtverbände und von gewissen Stellen in Mallorca stehe“.

(Quelle: Diario de Ibiza / Ultima Hora de Ibiza y Formentera Ende Dez´11 / Anfang Jan´12)

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Beitragvon akkku » 29.01.2012, 21:43

+++ PROTEST +++

Die Umweltorganisation RIP hat letzte Woche die Ratssitzung unterbrochen um Forderung zur Rettung der Posidonia verlesen. Das von den Politikern vor einigen Wochen verfasste Manuskript sei völlig belanglos und nicht zur Rettung der Neptungraswiesen geeignet. Es fehle der politische Wille. Im kommenden Sommer wird die Posidonia wieder genauso durch Yachten zerstört werden wie in diesem Sommer. Wirtschaftliche Interessen hätten Vorrang vor dem Naturschutz- auch auf Formentera.

Davor hatte man schon ein Voododd-Set an die Politiker verteilt. Für eine Foto stellten sich alle Politiker mit dem Set auf, nur die PP weigerte sich. Der Sprecher der PP sagte später, dass er zwar mit der Zielsetzung der RIP übereinstimme, die Organisation aber ibei der Art der Durchführung ihrer Aktionen danebenliege.

Inselpräsident Ferrer erinnerte daran, dass sich die Inselregierung voll und ganz de Schutz der Posidonia verschrieben habe. Mitte Februar werde man das Projekt vorstellen und in Übereinkunft mit dem Umweltministerium der Balearen dann für den Sommer weiterentwickeln um die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

(Diario de Ibiza 28.01.2012)

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Beitragvon guenther » 29.01.2012, 23:15

ich hab mal das wort "Voododd" in google reingeworfen.
schlauer hat mich das nicht gemacht.
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Beitragvon akkku » 29.04.2012, 14:56

+++ TURAMASCHÄDEN KEIN VERGEHEN +++

Die Zerstörung von einem Hektar Posidonia im Naturschutzgebiet vor Formentera im Juli durch die Luxus-Yacht Turama wird von der Staatsanwaltschaft Ibiza nicht als strafbares Vergehen eingestuft. Damit wird der Fall zu den Akten gelegt. Die Entscheidung traf bei den Anzeigenden auf Bestürzung.

Die Staatsanwaltschaft räumt zwar ein, dass die vom Turamaanker zerstörte Neptungrasfläche sowohl im nationalen Katalog gefährderter Arten steht, als auch als Ort von herrausragender Bedeutung nach EU-Richtlinien und im Rahmen des UNESCO Weltkulturerbes geschützt sind und die Balearenregierung in diesem Fall nachlässig, unzureichend und unorganisiert gehandelt habe, es sei aber keine systematische Verletzung der Regeln festzustellen.

Allerdings betont die Staatsanwaltschaft auch, dass -um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden- eben mehr Kontrollen durch Guardia Civil Spezialeinheiten und andere Behörden durchgeführt werden müssten. Dort wo die Yacht geankert habe, seien ja auch keine Bojen installiert gewesen, so dass zum Ankerwurf keine Alternative bestanden habe. Und weiter: So ein Fall dürfe sich nicht wiederholen. Bezüglich der Verantwortlichkeit der Eigner der Turama räumt die Staatsanwaltschaft ein, dass zwar Strafen für Schäden an bedrohten Pflanzen vorgesehen seien, aber nur bei Vorsatz und Absicht.

Gleichzeitig mit ad acta Legung des Turama Falls, gab die Staatsanwaltschaft auch bekannt, dass man Untersuchungen zum Ankern des Kreuzfahrtsschiffs Columbus 2 (s.d.) angestrengt habe.

+++ REAX CONSELL AUF TURAMA +++

Der Inselrat hat zwar seinen Respekt für die Entscheidung des Gerichts den Fall Turama zu den Akten zu legen bekundet. Trotzdem ist man der Meinung, dass die Schiffseigener für die Schäden, die die Yacht an den Posidoniawiesen angerichtet hat, auf irgendeine Weise zur Verantwortung gezogen werden sollten. Es dürfe nicht der Eindruck erstehen, dass vorsätzliche Schäden an der Umwelt ungestraft blieben.

+++ REAX GEN TURAMA +++

­Der Sprecher der Naturschutzorganisation GEN, die den Fall zur Anzeige gebracht hatte, sah es also absolut unverständlich an, dass die Meereszone mit dem höchsten Schutzstatus der Pitiusen ungestraft den Auswirkungen eine 100 m Yacht ausgesetzt werden dürfe und bisher noch nie dagewesene Schäden anrichten dürfe. Das sei einfach eine Missachtung des Weltkulturerbes.

+++ ANKERN ÜBER NICHTGESCHÜTZ ERLAUBT +++

­Der Umweltminister der Balearen hat verlauten lassen, dass man von der Küsteschutzbehörde nicht verlangen werde, dass der Antrag des Inselrats Formenteras weiter verfolgt wird, das Ankern über geschützten Zonen zu beschränken. Der jetzige Zustand werde einfach beibehalten.

+++ POSIDONIASCHUTZ +++

Erste Details zum geplanten neuen Posidoniaschutzgesetz der Balearenregierung sind bekannt geworden. Danach werden vor Formentera 3 Posidoniaflächen unter Schutz gestellt. Schiffe bis 12m dürfen über Neptungrasflächen ankern, aber nur über nichtgeschützen Flächen. z.B. südlich des Torre da Sa Gavina. Schiffe über 12 m Länge dürfen nur bei mehr als 35 m Wassertiefe ankern, denn dort wächst wegen fehlenden Lichteinfalls kein Neptungras mehr. Bisher ist es aber nur ein Entwurf, der noch diverse Gremien durchlaufen muss.

+++ HAFENBETREIBER BOJEN +++

Die Yachthäfenbetreiber Marina de Formentera, Marina de Ibiza, Puerto de Santa Eulària, Ocibar und der Club Náutico de Sant Antoni haben der Küstenbehörde (und der Balearenregierung und den Regierungen Ibizas und Formenteras) ihren Öko-Bojenplan vorgestellt. Die Betreiber, die unter dem gemeinsamen Namen Pitiusa de Ecologia firmieren, wollen der Regierung Zahlungen für die Nutzung der Gewässer leisten. Im Fall Formenteras wären das 146.000 Euro, bei Ibiza 104.000 Euro.

Das Projekt sieht vor, Rentabilität für die Betreiber, Service für die Nutzer und Schutz der Posidoniawiesen zu gewährleisten. Die Initiatoren betonten, dass „der Yachttourismus die Gewässer der Pitiusen wegen ihrer Sauberkeit und Transparenz ansteuern würden. Wenn die Posidonia verschwinden würde, sei es auch mit der Besonderheit des Meeres für diese Besucher vorbei.

An der Presseerklärung der Yachthafenbetreiber nahm zur Überaschung vieler auch der Meeresbiologe Manu San Felix teil, der die Zerstörungen aufgedeckt hatte und das Thema Posidoniaschutz maßgeblich auf die öffentliche Agenda gehievt hatte. Er wird von der Firma als Experte unter Vertrag genommen. Bei der Projektvorstellung wurde auch betont, dass das Projekt quasi als Ergänzung zum Vorschlag der Formenterenser Inselregierung verstanden werden soll.

Das Projekt von Pitiusa de Ecologia sieht 168 Ökobojen für Formentera vor (114 für Ibiza) vor, verteilt auf 3 Zonen von der Cala Saona bis zum Trucadors. Alle Bojen werden am Übergang von Posidonia flächen zum Sandgrund oder dort wo innerhalb der Neptungraswiese eine Sandfläche existiert, installiert. Mit der Ankerung einher geht dann auch der Service des Schmutzwasser- und Müllabtransports. Schiffe mit weniger als 20 m dürfen frei ankern, bei Übernachtung aber 1 Euro pro Längenmeter. Schiffe über 20 m zahlen 1 Euro für jeden Quadramter Wasserfläche, den sie bedecken. Das würde bei einem 22m Schiff ca 100 Euro am Tag ausmachen, bei einer Megayacht wie der Turama ca. 1500 Euro pro Nacht. Wieviele Nächte erlaubt sind (bisher war es nur eine) wurde nicht erwähnt.

(Quellen: Diario de Ibiza / Ultima Hora de Ibiza y Formentera 25.-28.04.2012)

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Beitragvon akkku » 31.05.2012, 9:14

+++ WIEDER +++

Leider bisher nur vollständig in der Printausgabe: wieder ankert eine Megayacht vor den Stränden Formenteras. Schwerste Posidonia-Schäden befürchtet.

+++ GAU +++

Posidoniaschutz ad absurdum:
Das neue Anker-Dekret der Balearenregierung treibt es jetzt völlig auf die Spitze. Schiffen mit bis zu 12 m Länge ist es jetzt erlaubt überall zu ankern, egal ob über Posidonia oder nicht. Einzige Ausnahme bilden LIC-Gebiete (Luegos de Interes C....?).

Schiffe über 12 m Länge dürfen nur über Sand ankern bzw. bei Wassertiefen von mindesten 35 m, weil man bei dieser Tiefe davon ausgeht, dass wegen Lichtmangels eh keine Posidonia mehr am Meeresgrund wächst. Die Umweltschutzorganisation GEN spricht von einem beispiellosen Attentat gegen die Neptungraswiesen.

(Quelle: Diario de Ibiza 31.05.2012)

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Beitragvon akkku » 01.06.2012, 8:26

+++ WENIG STRAFEN +++

2011 wurden auf den gesamten Balearen gerade einmal 3 Bußgeldbescheide a 500 Euro sprich 1500 Euro wegen Posidonia”frevels” ausgestellt. Von den 22 eingeleiteten Untersuchungen (allein das ist ja schon ein Witz bei den hunderten von Yachten, die allein vor Formentera ankern) gegen Schadensverursacher bezog sich der Großteil auf Formentera (nämlich 17). Einige der Verfahren sind allerdings noch offen, können also noch Strafzahlungen nach sich ziehen.

+++ NEUER SCHADENSFALL +++

Jetzt gibt es auch mehr Einzelheiten zur erwähnten Megayacht von gestern. Angestellte des Umweltministeriums bestätigten, dass sich eine 85 m Yacht (ist das schon Mega? Egal groß genug jedenfalls) vor der Küste Formenteras aufhält, die ihren Anker mal eben wieder flugs über ner Neptungraswiese abgeworfen hatte. Die Guardia Civil nahm ein Protokoll auf und wies die Besatzung an den Ankerplatz zu wechseln und auf einen Sandflächenplatz auszuweichen. Jetzt müssen die Behörden entscheiden ob ein Verfahren gegen die Eigner eingeleitet wird.

+++ GRAUE THEORIE +++

Theoretisch mögliche Strafen für Posidoniaankering:
Leichte Vergehen: 500 bis 2000 Euro
Schwere Vergehen: 2000 bis 200.000 Euro
Sehr schwere vergehen: 200.000 bis 2 Mio Euro

....hahaha

Die Behörden geben zu Bedenken, dass die Verfahren langwierig seien, Einspruch der Beklagten möglich und meist Unwissen über die Ankerregelungen Grund für die Vergehen seien. Deswegen werde man jetzt eine Info-Kampagne in den Yachtclubs und Marinas starten.

+++ FORMENTERA SORGT SICH +++

Formenteras Inselregierung zeigte sich über diesen neuen Fall in den Gewässern Formentears (nach Turama und Phönix2 s.o.) besorgt und verlangte noch einmal, dass das Balearenumweltministerium endlich die nötige Überwachung der Seegebiete initiiert, um nicht wieder die gleiche Situation wie im vergangenen Sommer enstehen zu lassen.

(Quellen: Diario de Ibiza / Ultima Hora de Ibiza y Formentera 01.06.2012)

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Beitragvon Bob » 01.06.2012, 9:28

...Jetzt gibt es auch mehr Einzelheiten zur erwähnten Megayacht von gestern. Angestellte des Umweltministeriums bestätigten, dass sich eine 85 m Yacht (ist das schon Mega?....


Wikipedia:

In den letzten Jahren hat sich der Begriff Mega-Yacht für Yachten mit einer Länge von mehr als 60 Metern (ca. 200 Fuß) etabliert. Die Schiffsgröße zwischen den „normalen“ Yachten (Länge bis 23 Meter)[1] und den Mega-Yachten nennt man Super-Yachten. Besonders große Mega-Yachten mit einer Länge über alles (Lüa) über 100 Metern werden neuerdings auch Giga-Yachten genannt.[2] Im englischen Sprachraum nennt man Yachten ab der Größe einer Super-Yacht auch luxury yachts.

Schönes Wochenende

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Überwachung der Seegebiete ...

Beitragvon madotti » 01.06.2012, 17:21

... wäre dringend erforderlich, aber das wird sich wohl aufgrund hoher Kosten erstmal kaum effektiv realisieren lassen, leider ...

Allerdings verstehe ich das sehr zögerliche Handeln/Eingreifen nicht, wenn denn mal eine Handhabe da ist, wie im Fall der Megayacht jetzt:

OK, mögen die Verfahren langwierig und in manchen Fällen wg. gewiefter Rechtsvertretung der Beklagten auch nicht immer erfolgreich sein -
ABER dies würde sich m.E. zwischen den Eignern der Mega-, Giga, Superyachten SEHR schnell rumsprechen und DAS würde vermutlich schon etliche davon abzuhalten, ein langwieriges Verfahren zu riskieren!

Ein konsequenteres Durchgreifen - vor allem im ureigensten Interesse (!) - wäre also sehr wünschenswert, zumal jetzt am Anfang der Saison, wo der private Yachtverkehr noch halbwegs überschaubar, also kontrollierbar ist.

Denn - und darüber wurde ja nun schon oft berichtet und geschrieben:

Dank der Posidoniawiesen gibt es dieses wunderbare klare Meerwasser rund um Formentera. Die Posidonia wächst allerdings extrem langsam, ist zudem sowieso durch Erwärmung des Meeres bedroht. Mit weniger und durch Yachten beschädigten Posidoniawiesen wird sich aber die heutige Wasserqualität sukzessive verschlechtern. Dies dürfte den Touristen - auch in Kombination mit den teilweise sehr stolzen Preisen - kaum gefallen.
Und die Touristen sind nun mal heute die Haupt- (oder inzwischen einzige) Einnahmequelle der Insel.

... da wäre es dann vielleicht doch klüger, lieber ein paar Schiffseigner zu verärgern ...

Saludos

Marion
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Beitragvon akkku » 19.06.2012, 13:33

+++ ERMITTLUNGEN +++

Die Staatsanwaltschaft Ibizas hat Ermittlungen gegen die Eigner der Yacht Columbus 2 der Reederei Hapag Llyod Cruises aufgenommen. Im Augenblick beschränken sich diese allerdfings noch auf dieFeststellung des exakten Sachverhalts, nämlich wo genau die Megayacht über Posidonia ankerte, innerhalb oder außerhalb der geschützten Zone bzw. Da eigentlich unstrittig ist, dass sie innerhalb des Naturschutzgebiets ankerte, ob sie selbiges unerlaubt oder mit Genehmigung der Hafenbehörde tat. Sollte letzteres der Fall sein, will die Staatsanwaltschaft herausbekommen, ob es überhaupt möglich ist eine solche Genehmigung zu erteilen.

Im April hatte Formenteras Umwelträtin Sivia Tur Anzeige erstattet, weil die Columbus 2 mit Erlaubnis der Hafenbehörde vor der Hafenausfahrt La Savinas ankerte, dies aber ihrer Ansicht nach außerhalb der Zone tat, die von der Hafenbehörde für diesen Zweck freigegeben worden war. Tur hatte sich auch sofort die enstprechenden GPS-Daten des Liegeplatzes durch die Seerettung übermitteln lassen. Wenn die Hafenbehörde behauptet, dass die Columbus 2 in der freien Zone 2 ankerte ist das falsch. Die Daten beweisen es, so Tur.

Auch die Meeresschutzorganistaion Oceana hatte zuvor schon beklagt, dass die Yacht Posidoniawiesen beschädigt habe und “eine Untersuchung gegen die Schuldigen dieser Aggresion gegen die Umwelt” verlangt. Die Verantwortlichen müssten entsprechend bestraft werden. Auch Oceana verfügt über Daten, die beweisen sollen, dass die Columbus 2 außerhalb der freigegegeben Zone ankerte.

(Quelle: Ultima Hora de Ibiza y Formentera 19.06.2012)

Gruß
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