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Leib & Seele

betreut von Uwe
Update: 07.11.2003



Formentera mag nicht gerade reich an kulturellen Highlights sein, und auch die Sehenswürdigkeiten halten sich in Grenzen, lässt man die Natur außen vor. Wer nachts was erleben will, ist ohnehin auf der Nachbarinsel Ibiza besser aufgehoben. Eines aber kann man vorzüglich auf der kleinsten Baleareninsel: essen, Flair in den Lokalen erleben, dort interessante Gesichter sehen und mehr. Nachfolgend einige Tipps. Die Höchstwertung sind sechs Sterne. Weil das aber nicht soo wichtig ist, werden die Sterne hübsch klein gehalten...

Insel-Gastrokarte

Fonda Pepe (San Fernando)

Legendär: die Fonda Pepe in San Fernando.
Die "Fonda", wie sie von allen nur genannt wird, gilt als eine der bekanntesten Kneipen in ganz Spanien. 1953 wurde die Bar eröffnet, kurz darauf trudelten allmählich die ersten Touristen ein. In den späten Sechzigern wurde die Fonda Treffpunkt der Hippies, ehe dann das Restaurant und nach und nach das Hostal dazugebaut wurden. Mittlerweile kann man von einem florierenden, weiterhin expandierenden Unternehmen sprechen. Doch lassen wir mal das Hostal außen vor und konzentrieren uns auf das Restaurant und die Bar.

Die Bar der Fonda ist der Treffpunkt auf der Insel. Wer dort nicht war, hat Formentera nicht gesehen, sagt ein altes Sprichwort, und das kann man nur dick unterstreichen. Nicht umsonst ist der Fonda mit all ihren Stories ein eigenes Kapitel gewidmet. Im Sommer kommt es vor, daß sich an die tausend Leute vor der Fonda, auf Stühlen, auf "dem Mäuerchen" (siehe Foto unten), sitzend oder mehr oder weniger stehend, aufhalten. Die Preise für die Getränke sind noch immer in Ordnung, jeder wird schnell bedient. Von der typischen Fonda-Musik (Pink Floyd v.a.) ist man im Laufe der Jahre abgekommen, doch das Flair stimmt auch mit moderner Musik. Wer wirklich coole Leute sehen will bzw. solche, die sich im Urlaub cool geben, ist hier gut aufgehoben.

Der Inseltreffpunkt überhaupt: das Fonda-Mäuerchen bei Nacht.
Das Lokal, zur Saison auch für jene, die nicht in der Fonda Halbpension gebucht haben, bereits zum Frühstück geöffnet (die Preise moderat), füllt sich spätestens am Abend (ab 19.30 Uhr) sehr schnell. Man beachte im Speisesaal, aber auch in der Bar, die zahlreichen Fotos und Grafiken aus vergangenen Tagen. Die zahlreichen Kellner sind sehr flott und meistens auch freundlich. Was die Speisen anbelangt, gehen die Meinungen ein wenig auseinander. Sicher, es ist toll, die Atmosphäre zu genießen, die Menschen zu beobachten (und man sieht jeden, der auf der Insel seinen Urlaub verbringt, mindestens einmal dort). Die Küche allerdings gehört nicht zu den Highlights Formenteras. Es gibt einige feine Sachen wie die Lammkeule (reicht eigentlich für drei), das meiste allerdings ist eher guter Durchschnitt.

Wer in die Fonda essen geht, tut das aber ohnehin nicht des Essens wegen, sondern um zu beobachten.

Nachtrag:
Nach der Trennung von diversen Touristikunternehmen wurden in der Saison 2008 die Preise sowohl im Hostal als auch im Restaurant deutlich angehoben. Was nach wie vor günstig ist, sind die Getränke an der Bar [Update vom 05.09.2009].

Telefon Hostal: +34 971 328033
[ca. 40 einfache, gepflegte Zimmer, kleiner Pool, Bad; Saison von Ostern bis Oktober; Preise seit 2008: 46 Euro fürs EZ und 78 fürs DZ, inkl. Frühstück / Rosalía an der Rezeption spricht auch Deutsch]

Lesenswert: Rolfs Liebeserklärung, "Meine Fonda".
Stets in, nie schick: die Fonda Pepe
La Fonda Pepe Pics
[Uwe]

Wertung: *****

 
 

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