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Formentera im Kino: "Lucía und der Sex"

von Uwe (10.08.2002)





Kinoplakat "Lucía".


Formentera kommt ins Kino! Am 5. September 2002 startet in unseren Lichtspielhäusern der spanische Film "Lucía und der Sex", und dort spielt die Insel als Hauptdrehort (außerdem wurde in Madrid gedreht) eine gar nicht mal so kleine Rolle. In Spanien wollten den Film, der sich überraschend zum Knüller entwickelt hat, bislang schon mehr als eine 1,2 Mio. Zuschauer sehen. Europas größte Filmzeitschrift Cinema bezeichnet Julio Medems Werk als "mysteriöses Liebesmärchen voller Erotik", die spanischen Gazetten platzierte ihn "hart an der Grenze zur Pornografie" - eine bessere Werbung hätte es gar nicht geben können für den 128 Minuten langen Streifen. Kurz zum Film: Hauptdarstellerin Paz Vega (sie spielt die Lucía) hat sich in die Romanfiguren des Schriftstellers Lorenzo (gespielt von Tristán Ulloa) verliebt. Die Suche nach dem Geliebten führt sie "auf eine geheimnisvolle Insel" - die Rede ist natürlich von Formentera.

"Cinema"-Kritik.
Cinema bewertet den Film recht positiv (siehe Grafik), und auch die amerikanischen Filmkritiker überschlagen sich fast mit ihren wohlwollenden Kritiken. Preise gab's bisher u.a. beim Toronto Film Festival, dem Rotterdam Film Festival und dem Sundance Film Festival. Vor allem das Sundance-Festival, einst von Robert Redford ins Leben gerufen, um Filmen mit dem eher schmalen Budget unter die Arme zu greifen, gilt als wichtiger Gradmesser der amerikanischen und damit auch der internationalen Kinoszene.

Lucía entdeckt gar Geheimnisvolles.
Wirft man einen Blick in das ausführliche Presseheft zum Film, erzählt Regisseur Julio Medem über seine erste Bekanntschaft mit einem ganz bestimmten Platz auf der Insel und die Assoziationen, die das Loch unweit des Cap-de-Barbaria-Leuchtturms in ihm erweckten - genau genommen war es eben jenes Loch, das ihn erst zur Idee für den Film brachte: Auf einer meiner Fahrten entdeckte ich einen Leuchtturm, in dessen unmittelbarer Nähe sich im Boden ein Loch von einigen Metern Durchmesser auftat. Die sexuelle Konnotation dieses Orts interessierte mich zunächst nicht. Ich wollte keinen Sex für Lucía. Rückblickend hat mich dieser Anblick aber auf eine neue Fährte gebracht und beinhaltet die klarste, natürlichste und tiefste Bedeutung von "Lucía und der Sex".

So schön es ist, Formentera bald im Breitwandformat sehen zu dürfen und ins Schwärmen zu geraten, hoffe ich, dass der Film nicht Heerscharen von Touristen aus aller Welt allein deshalb auf die Insel lockt, weil sie sich eben dafür interessieren, wie der Film-Drehort denn in Wirklichkeit aussieht.



 
 

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